Die Uhren sind umgestellt, draußen wird es immer früher dunkel und auch jetzt musst du deine Produkte fotografieren. Aber wie ohne Tageslicht?
Na wunderbar. 😄 Aber keine Sorge. Du musst weder auf den nächsten Sonnentag warten noch dein komplettes Shooting in die wenigen hellen Stunden quetschen.
Denn gutes Licht kannst du dir einfach selbst machen.
Das besprechen wir in diesem Beitrag zum Thema Licht in der Produktfotografie:
- Künstliches Licht macht deine Produktfotos nicht künstlich
- Die Richtung ist wichtiger als die Helligkeit
- Wenig Licht? Dann gib deiner Kamera mehr Zeit
- Bildbearbeitung ersetzt kein gutes Licht
- Das beste Licht ist das, das zu deiner Bildsprache passt
Künstliches Licht macht deine Produktfotos nicht künstlich!
Das ist einer der größten Mythen überhaupt.
Mit einer Softbox und LED-Dauerlicht kannst du natürliches Tageslicht wunderbar nachbauen. Denn Tageslicht ist ja nicht immer gleich. Wir haben weiches Morgenlicht, helles Mittagslicht, warmes Abendlicht oder diffuses Licht an einem bewölkten Tag. Und genau diese unterschiedlichen Lichtstimmungen kannst du auch mit künstlichem Licht erzeugen.
Der große Vorteil: Du bestimmst, wann die Sonne scheint, aus welcher Richtung sie kommt und wie hell sie ist. Stell dir deine Softbox einfach wie ein Fenster vor, das du nach Belieben verschieben kannst.



Entscheidend ist nicht nur die Helligkeit, sondern die Richtung!
Einfach eine Lampe einschalten und draufhalten? Lieber nicht. Denn Licht gestaltet dein Produkt. Es zeigt Formen, macht Oberflächen sichtbar und erzeugt Tiefe.
Positioniere deine Softbox seitlich zu deinem Produkt, beispielsweise im 45-Grad-Winkel. Auf der gegenüberliegenden Seite kannst du mit einem Reflektor die Schatten aufhellen. Dafür reicht übrigens schon eine weiße Styroporplatte.
Und achte auch auf den Abstand deiner Lichtquelle zum Set. Steht sie sehr nah am Produkt, können die Helligkeitsunterschiede im Set zu groß werden.



Wenig Licht? Dann gib deiner Kamera mehr Zeit!
Dein Produkt läuft dir schließlich nicht weg. 😉 Wenn du mit wenig Licht fotografierst, kannst du die Belichtungszeit verlängern. So bekommt deine Kamera mehr Zeit, Licht einzufangen.
Das funktioniert auch mit vielen Smartphones, beispielsweise über einen Pro-Modus oder eine entsprechende Kamera-App. Wichtig ist nur, dass deine Kamera dabei ruhig steht. Also ab aufs Stativ!
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Bildbearbeitung kann viel. Aber sie ersetzt kein gutes Licht.
Ein etwas zu dunkles Produktfoto kannst du in der Bildbearbeitung wunderbar aufhellen.
Was du allerdings nicht einfach korrigieren kannst, ist Licht, das aus der falschen Richtung kommt. Denn wenn Formen, Strukturen und Oberflächen nicht richtig herausgearbeitet wurden, hilft dir auch der Helligkeitsregler nicht weiter.
Deshalb gilt: Erst das Licht gestalten, dann das Foto bearbeiten.



Und was ist eigentlich das beste Licht für deine Produktfotos?
Ganz einfach: Das Licht, das zu deiner Bildsprache passt!
Du möchtest helle, freundliche Produktfotos mit einer leichten, luftigen Stimmung? Wunderbar. Oder lieber etwas mehr Tiefe, kräftigere Schatten und eine gemütliche Atmosphäre? Geht genauso.
Und das Schöne ist: Beides kannst du mit künstlichem Licht umsetzen. Du musst also nicht auf die passenden Lichtverhältnisse warten. Du kannst sie selbst gestalten.



Fazit: Die Sonne macht Feierabend?
Dein Shooting muss das nicht.
Ob draußen die Sonne scheint, es regnet oder um halb fünf schon dunkel ist, spielt keine Rolle, wenn du weißt, wie du dein Licht einsetzen kannst. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viel Licht zu haben.
Es geht darum, das richtige Licht für deine Produkte und deine Bildsprache zu gestalten.
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