4 Fragen die du dir stellen musst, wenn du emotionale Produktfotos für Blog, Shop & Social Media machen willst, die verkaufen!

So werden deine Produktfotos zum KundenmagnetenAls Personenmarke und Einzelunternehmen präsentierst du deine Produkte in Bildern. Dafür investierst du Zeit und Mühe. Doch: Weißt du, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit du bei deinen potenziellen Kunden mit deinen Fotos generierst? Bei Facebook, Instagram oder wenn ein Besucher zufällig auf deinem Shop landet? Mache deine Produktfotos zum Kundenmagneten für Blog Shop und Social Media.

Du hast 8,25 Sekunden um Menschen zum Kauf zu bewegen – und sehr viel weniger um erst mal ihr Interesse allein mit einem Foto zu wecken.

Auf Produktfotos können deine potenziellen Kunden weder am Produkt riechen, es fühlen oder schmecken noch es ausprobieren. Sie können das Produkt lediglich sehen! Und zwar auf dem Foto, das DU ihnen zeigst, das DU für sie fotografiert hast.

Dabei hast du kaum oder sehr selten die Möglichkeit, neben deinem potenziellen Kunden zu stehen, während er gerade eines deiner Produktfotos betrachtet.

Du kannst ihm nicht erklären, dass die Marmelade in Wirklichkeit viel besser schmeckt als sie aussieht, das Spielzeug wirklich kindgerecht ist, der Pullover wirklich kuschelweich und nachhaltig produziert ist oder der Schmuck in echt viel hochwertiger ist als er auf dem Foto erscheint. Das muss dein Foto für dich tun.

Dein Foto muss wichtige Informationen transportieren. Informationen, die das Produkt letztlich in den Warenkorb befördern.

Diese 4 Fragen musst du dir stellen, um emotionale Produktfotos für Blog, Shop & Social Media zu fotografieren, die verkaufen!

Frage Nr. 1 : Wofür steht meine Marke? (Wer bin ich?)

Ich? Warum ich zuerst? Sonst heißt es doch immer: „Das Wichtigste, das es zu wissen gibt, ist …… tadaaaaa: WER IST DEIN KUNDE?“

Jep. Stimmt. Auch.

Um gute Produktfotos zu machen ist das Wichtigste, zu wissen, wie dein Kunde tickt. Das Wichtigste aber, um RICHTIG GUTE Produktfotos zu machen, ist zu wissen, wie DU tickst. Und danach kommt der Kunde. Pardon: Danach kommt das Produkt und dann die Kundschaft.

So, aber wir waren beim Wichtigsten und das ist, zu aller, aller, allererst zu wissen, was deine persönliche Gestaltungs-DNA ist.

Für dich als persönliche Marke und Einzelunternehmerin ist es essenziell, dass deine Gestaltungs-DNA – sprich: deine Ästhetik, Werte und Geschmack – sich zu 80 Prozent mit Werten und Geschmack deiner Kunden decken. Am coolsten wären natürlich 100!

Warum das? Stell Dir vor, du verkaufst Produkte für die Zielgruppe „Manager 50+ (Vorlieben: Silber-, Schwarz-, und Grautöne, kühles Ambiente und feinstes Leder)“.

Dich persönlich begeistern jedoch bunte Farben, Wolle, Holz und vielfältige Muster.
 Dann wäre es doch schlimm, wenn du dich tagein tagaus verstellen und verbiegen müsstest, um Fotos zu entwickeln, die die Produkte an Manager 50+ mit saukühlem Ambiente verkaufen sollen. (Dies ist natürlich ein extremes Beispiel, aber es verdeutlicht gut, was ich meine.)

Mir persönlich fällt es zum Beispiel leicht, verspielte und detailreiche Sets zu stylen. Das Reduzierte, Minimalistische fällt mir dagegen etwas schwerer. Grundsätzlich habe ich das Bedürfnis, doch noch eine Klitzekleinigkeit dazu zu stylen. Die Fotos würden dann aber nicht auf den Minimalisten-Kunden zugeschnitten sein. Und sei mal ehrlich: Hast du dich mit deinen liebevoll entwickelten Produkten selbständig gemacht? Damit du dich verbiegst? Nein, absolut nicht! Für meine Marke „Atelierwerk“ (Upcycling Möbel www.atelierwerk.de) style ich daher bunt und detailreich, es entspricht einfach meiner persönlichen Gestaltungs-DNA.

Deine Marke mit ihren Produktfotos muss auf die Gefühle, Erwartungen und Werte deiner Kunden ausgerichtet sein. Diese Umsetzung gelingt dir sehr viel leichter, wenn diese Gefühle, Erwartungen und Werte so weit wie möglich mit deinen persönlichen übereinstimmen.

Frage Nr. 2 : Was ist mein Produkt?

Du musst wissen, was du verkaufst.

Ja, richtig gelesen! Du musst wissen, was du verkaufst. In allen Einzelheiten.

Wir sind Fachidioten. Alle! Unser Produkt erscheint uns selbstverständlich. Logisch, wir gehen ja auch tagtäglich mit unserem Liebling um. Es ist uns vertraut, wir müssen die wertvollen Eigenschaften unseres Produkts nicht in Worte fassen. Wir kennen es, wir lieben es und wir wissen um jede kleine Besonderheit.

Der Kunde kennt diese ganzen Besonderheiten und Details jedoch nicht.

Es ist eine riesige Herausforderung, die Seele eines Produktes in ein Foto zu kleiden.

Oder weniger blumig ausgedrückt: Deine Ware kann noch so erstklassig, innovativ oder ausgefallen sein – transportiert das Foto seine Eigenschaften und Besonderheiten nicht, dann ist dieses Foto überflüssig. Dann hat es lediglich deine Zeit verschwendet, in der du dir die Mühe gemacht hast, es zu fotografieren.

Denn: Eine Kaufentscheidung wird zu 85 Prozent durch das Foto getroffen. Das ist bei uns allen so, völlig unbewusst.

Für die emotionale Produktfotografie ist es unabdingbar, dein Produkt in allen Einzelheiten beschreiben zu können. Diese rausgefilterten Eigenschaften packst du konkret und als Styling in deine Produktfotos.

Fragen die du dir zu deinem Produkt stellen musst: Wie sieht es aus? Wie fühlt es sich an? Wie riecht es? Wie hört es sich an? Wie scheint es? Was strahlt es aus?

Hier ein Beispiel für eine Produktbeschreibung:

  • ausgefallen
  • geometrisch
  • modern
  • weiß
  • teuer
  • glatt
  • klassische Form in neuem Gewand

Du hast bestimmt jetzt schon eine Assoziation zu diesem Produkt im Kopf. Es ist eine extravagante, hochpreisige Teekanne.

Dass es eine Teekanne ist, ist vergleichsweise unwichtig. Wichtig sind bei der Assoziation die Eigenschaften. Sie geben eine klare Richtung für das perfektes Fotostyling vor!

Frage Nr. 3 : Wer ist mein Kunde?

Da ist er! Endlich. Der Kunde. Die Kundin. Unsere Lieblingsmenschen, für die wir den ganzen Aufwand betreiben.

Ein kleines Spiel:

Welche*r Schauspieler*in, Moderator*in, Sänger*in, Designer*in, Sportler*in, Trickfigur würde dein Produkt kaufen, es richtig gut finden, dafür werben und darüber reden?

Lass dir ein paar Minuten Zeit und überlege die eine Figur, die optimal zu deinem Produkt passen würde. Real oder fiktiv, das ist erstmal völlig egal! Spiel ruhig mit Klischees und übertreibe. Dabei ist es nicht wichtig, ob du diesen Promi wirklich gut kennst. Es reicht das Erscheinungsbild, die Ausstrahlung und wie dieser Promi nach Außen wirkt.

Jetzt beschreibe deinen Promi. Beschreibe sein Aussehen, seine Eigenschaften, seine Ausstrahlung, warum er/sie zu deinen Produkt passt.

Eine Beschreibung des Promis könnte zum Beispiel so aussehen:

Promi XY würde mein Produkt kaufen weil sie inspirierend, witzig und selbstbewusst ist. Sie lebt nachhaltig, bewusst, reflektiert, hat eine Vision und setzt sich für andere Menschen ein. Sie ist modern, weltoffen, hat feste Rituale in ihren Alltag integriert, meditiert und ernährt sich vegan.

Danach fällt es dir leichter einen realen Kundenavatar zu entwickeln.

Bei deiner Kundenbeschreibung ist es wichtig sehr präzise und genau zu sein.

Alter, Beruf, Einrichtungsstil und Essgewohnheiten sind genauso wichtig wie sich die Frage zu beantworten, welcher Musikstil, welche Kleidung und Sport bevorzugt werden.

Und jetzt kommt der Game-Changer. Die Sache warum dein Kunde wirklich kauft.

Denn wir Menschen kaufen lediglich aus zwei Gründen:

  1. das Produkt löst ein Problem
  2. das Produkt bringt Freude ins Leben (und auch dann löst es ein Problem)
Welche Probleme wälzt dein Kunde? Was beschäftigt deinen Kunden? Was die meisten Menschen beschäftigt, ist:
 Zeit, Liebe, Geld, Körper und Gesundheit 😉

Fragen die du dir vor dem Fotoshooting stellen musstFrage Nr. 4 : Was ist der Kontext zwischen meiner Marke, Produkt und Kunde?

 Der Kontext ist nichts anderes, als, dass dein Produkt auf dem Foto in Aktion gezeigt wird.

Die eine Sache, warum dein Kunde wirklich kauft:

  1. dein Produkt löst ein Problem
  2. dein Produkt bringt Freude ins Leben deines Kunden (und auch dann löst es ein Problem)

Das emotionale Produktfoto zeigt, WIE ES GENAU DAS MACHT! Wie es das Problem löst oder wie es Freude ins Leben bringt.

Du bringst die Werte deiner Marke, die Besonderheiten deines Produkts und die Wünsche deines idealen Kunden zusammen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Darstellung auf dem Foto:

  • Darstellung des Produkts, wie es der Kunde konkret verwendet
  • Darstellung des Produkts, bevor es zum Einsatz kommt
  • Darstellung des Produkts in seiner natürlichen Umgebung
  • Darstellung des Produkts in stilistischer Umgebung
  • Darstellung von der Fertigung des Produkts

Zusammenfassung

Du erzählst 4 Storys in deinem emotionalen Produktfoto:

  1. Wofür steht meine Marke? (Wer bin ich?)
  2. Wer ist mein Kunde?
  3. Was ist mein Produkt?
  4. In welchem Kontext treffen sich Marke, Produkt und Kunde?

 

„Was soll ich noch zu meinen Produkten stylen?“ – diese nervige Frage ist hiermit Schnee von gestern: 190 Requisiten-Ideen für dich als Download.

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